Grußwort von Hinrich Kley-Olsen


Liebe Frau Hüsing, liebe Frau Vogelsang, liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrter Herr Bürgermeister Ballhaus, sehr geehrter Herr Maas, liebe Aktive in den Eine-Weltgruppen und -läden oder in den anderen Schulen aktiv für Fairen Handel, liebe Anwesende.

 

Ich bin Hinrich Kley-Olsen vom Neuen Evangelischen Forum Kirchenkreis Moers und heute hier als Sprecher vom Arbeitskreis Eine-Welt im Nachhaltigkeitsbeirat Moers. Gerne wäre auch die Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirates Gudrun Tersteegen hier gewesen, musste sich aber aufgrund eines vordringlichen Termines kurzfristig enschuldigen. Sie lässt sie herzlich grüßen.

Besonders die jungen Menschen in dieser Aula sind es ja gewohnt, zu googlen. Wenn Sie das Wort "Nachhaltigkeitsbeirat" im Internet eingeben, bekommen Sie Links zu den Nachhaltigkeitsbeiräten von Deutschland, von Brandenburg, Baden-Württemberg und Thüringen und dann sofort vom Nachhaltigkeitsbeirat unserer Stadt/Ihrer Stadt Moers. Sie können stolz sein auf Ihre Stadt, die mit dem Beirat dokumentiert, das Nachhaltigkeit ein wichtiges Ziel kommunaler Politik sein muss und sich daran orientieren möchte.

Nachhaltigkeit, was das eigentlich ist? Am einfachsten sagt es ein einfaches aber zugleich anschauliches Bild aus der Forstwirtschaft: Man darf nur so viel Holz aus einem Wald herausholen, wie nachwachsen kann. Wir alle auf dieser einen Erden dürfen nur soviel an Rohstoffen verwenden, wie nach wachsen bzw. nachproduziert werden kann. Und ebenso achtsam in anderen Bereichen handeln.

Nachhaltigkeit ist Zukunftsthema: Ökolgisch, regional und fair wirtschaften. Und Sie sind dabei!

Mit Ihrem beeindruckenden Engagement ging es Ihnen in der FairCrew nicht um mal ein bisschen hier und da fair einkaufen, sondern Sie sind in der ganzen Schule unterwegs beim Wirtschaften für das Leben.

Als junger Mensch möchten man doch cool sein und im Trend. Sie liegen voll im Trend, denn Fairer Handel ist Trend. Zuwachsraten von bis zu 20 % hätte manches Moerser Unternehmen gerne und der Stadt wäre weniger bang um die Steuereinnahmen. Fair ist Trend und Sie sind dabei!

Fairer Handel ist auch Konflikten vorbeugend. In gerechten Handels- und politischen Strukturen muss es weniger Krieg um Rohstoffe geben. 

Gerechtigkeit durch faire Wirtschaftsstrukturen ist konfliktmindernd und Sie mit Ihrem Engagement helfen dabei mit und sind dabei. Sie leben damit das Beste, was es gibt: Solidarität. Der nicaraguanische Prister Ernesto Cardenal hat einmal formuliert: 

"Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker". 

Fairer Handel ist Solidarität mit ganz konkreten Menschen auf den Plantagen im Süden, die für uns die Produkte herstellen, die wir täglich verbrauchen. 6 davon möchte ich Ihnen im Bild stellvertretend für viele andere vorstellen. Sie alle haben durch den Fairen Handel erst die Möglichkeit, eine Lebensplanung zu machen, da sie wissen, das sie auch noch im nächsten und übernächsten Jahr am selben ort arbeiten können. Sie haben erst durch den fairen Handel geregeltere Arbeitszeiten, Verträge und vor allem auch ausreichende Unterstützung für die Kinder durch Kindergarten und/oder Schulbesuch.

 

Behalten Sie diese Menschen im Blick! Mein Wunsch an Sie: Bleiben Sie aktiv für eine gerechtere Welt und lassen Sie sich auch durch Schwierigkeiten nicht den Mut dafür nehmen. Die Menschen im Süden rechnen mit uns und das wir die Welt weiter fairaendern und Moers fairaendern. Infos dazu auf der gleichnamigen Internetseite www.moers-fairaendern.de.

Alles Gute und feiern Sie schön!